Eine Antonymie vom Bauhaus bis Auschwitz

Zehn Jahre oder sogar weniger liegen zwischen nachstehenden Wortlisten. Eine Dekade zwischen Traum und Alptraum, Klarheit und Wahnsinn, Aufklärung und Vernichtung, Leben und Tod.

Weimar – Nürnberg
Schwarz-Rot-Gold – Braun
Demokratie – Reichstagsbrand
wählen – gehorchen
Republik – Diktatur
Putschversuch – Machtergreifung
Volks­sou­ve­rä­ni­tät – Füh­rer­prin­zip
Robert Wiene – Leni Riefenstahl
Meinungsfreiheit – Bücherverbrennung
Carl von Ossietzky – Alfred Rosenberg
Schandfrieden – Blitzkrieg
Dolchstoßlegende – Massenerschießung
Asyl – Exil
Albert Einstein – Johannes Stark
Heimatland – Feindesland
Walter Gropius – Albert Speer
Staatsangehörigkeit – Staatenlosigkeit
Recht auf Arbeit – Zwangsarbeit
bauen – bombardieren
John Heartfield – Heinrich Hoffmann
Rationalismus – Rassismus
Der Zauberberg – Der Giftpilz
Integration – Gettoisierung
Judentum – Feindbild
erschaffen – zerstören
Künstler – Henker
Bauhaus – Auschwitz

Während dieses Zeitraums gab es nur drei Begriffe, die kein Gegenwort hatten. Sie waren Menschheit, Zustimmung und Verantwortung.

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